Im Wohnbereich 2 leben Frauen mit einer leichten bis mittleren geistigen Behinderung und zusätzlichen Beeinträchtigungen wie z.B. Epilepsie (Betreuungsschwerpunkt 1).
Die Bewohnerinnen arbeiten größtenteils in den Tilbecker Werkstätten, der kleinere Teil geht in die Tagesstätte oder die Tagesförderung. Ein großer Teil der Bewohner/Innen dieses Wohnbereiches ist schon im Rentenalter.
Konzept
Zur aktiven Lebensbegleitung in den Wohngruppen gehören sowohl die Übernahme als auch die Anleitung zur Bewältigung lebenspraktischer Fertigkeiten bis hin zur größtmöglichen Verselbständigung.
Themen wie
- Entwicklung der Ich-Identität
- Bewältigung des Arbeitsalltags
- Erwerb und Ausbau sozialer Kompetenzen
- Entwicklung und Erprobung konstruktiver Konfliktbewältigung und Zunahme an Kritikfähigkeit
- Aufarbeitung lebensgeschichtlicher Erfahrungen
- Lebensplanung
- Gestaltung von Freizeit
sind grundsätzliche Themen in der Betreuung.
Für die Bewohnerinnen über 60 Jahren stehen Themen wie
- Rentenvorbereitung
- Aufsuchen der Seniorenfreizeit
- veränderte Tagesstruktur
- Umgang mit Alter, Altwerden
- Umgang mit somatischen Erkrankungen
- Erhalt lebenspraktischer Fähigkeiten
- Erhalt von Selbständigkeit, oft unter Nutzung von Hilfsmitteln, wie Rollatoren, Bewegungstraining, Training zum Erhalt geistiger Fähigkeiten
- Alltags- und Freizeitgestaltung
im Vordergrund.
Durch entsprechende Angebote und Begleitung, wie z. B. Seniorenfreizeit, Gedächtnistraining, Gesprächskreise, Besuche benachbarter Wohngruppen zu gemeinsamen Aktivitäten, und durch einen individuellen Tagesablauf wird den Bedürfnissen der Seniorinnen Rechnung getragen. Die Einbeziehung ins Alltagsgeschehen, Übernahme von Verantwortung und Aufgaben in der Wohngruppe erhalten das Selbstwertgefühl und steigern das Selbstbewusstsein.