Betreuungskonzepte im EinzelnenLogin

Haus Antonius

Die beiden Wohngruppen des Haupthauses sind so konzipiert, dass schwerpunktmäßig ältere Bewohner/Innen sowie Menschen mit einer schwereren Behinderung dort ein geeignetes Lebensumfeld finden können, das ihnen bisher vornehmlich in der Stammeinrichtung am Standort Tilbeck angeboten wurde. Die Tagesstruktur orientiert sich an der individuellen Lebenssituation: es gibt die Möglichkeit, die Tilbecker Werkstätten zu besuchen, berentete und ältere Personen können Angebote der Tagesstrukturierenden Maßnahmen im Haus Antonius oder in Tilbeck wahrnehmen.  Ausgerichtet am Normalisierungsprinzip sieht das Konzept die Integration der Bewohner/Innen und der Einrichtung in das soziale Umfeld der kirchlichen, nachbarschaftlichen und kommunalen Strukturen vor.

Dem Haus Antonius sind vier Appartements angegliedert. Die dort lebenden Personen leben weitgehend eigenständig und nutzen die Chance, ihre individuellen lebenspraktischen Kompetenzen im Sinne eines Wohntrainings zu erweitern und so den Übergang in das ganz eigenständige ambulant betreute Wohnen vorzubereiten.

Die Bewohner/Innen der beiden Wohngruppen werden von je einem Team pädagogisch und pflegerisch geschulter Mitarbeiter in Voll- und Teilzeitbeschäftigung tagsüber begleitet und betreut. Grundlage dabei ist das Bezugsbetreuungskonzept. In der Nacht ist eine Schlafbereitschaft präsent.


Haus Johanna
Das Betreuungskonzept sieht eine individuelle Förderung der Selbstständigkeit mit höchstmöglicher Autonomie vor. Die Bewohner/Innen werden angeleitet, auf Dauer weitestgehend selbstständig den Haushalt zu führen, d.h. Kochen, Waschen, Einkaufen und Gartenpflege selbst zu übernehmen. Die Außenwohngruppe ist nicht an die Zentralversorgung des Stiftes Tilbeck angebunden. Die Form der kleinen Wohngruppe und die Einbettung in die Nachbarschaft und das Gemeindeleben entsprechen dem Gedanken und dem Ziel der Normalisierung.

Da alle Bewohner/Innen aus der Region kommen und die meisten bereits länger in Nottuln leben, können die Beziehungen und Kontakte zu Angehörigen und Bekannten weiter gepflegt und genutzt werden. Die bewusst pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter/Innen begleiten die Bewohner/Innen morgens, abends sowie an den Wochenenden. Eine Betreuung rund um die Uhr erfolgt nicht.

Kultur- und Freizeitangebote wie Massage-Kurse, Tanzkurse, Musikgruppe können individuell in Nottuln, aber auch im Haus Markus in Anspruch genommen werden. An örtlichen Veranstaltungen wie an integrativen Projekten in Nottuln, wie Pfarrfest oder Martinimarkt nehmen die Bewohner/Innen aktiv teil.


Haus Markus

Die Bewohner/Innen des Hauses Markus haben leichte bis mittelgradige Behinderungen und gehen tagsüber einer Beschäftigung in den Tilbecker Werkstätten nach. Ein festes Mitarbeiter-Team ist für die Betreuung zuständig, nachts gibt es eine Rufbereitschaft. An den Wochenenden entscheiden die Gruppen, ob sie die Essensversorgung der Stammeinrichtung nutzen oder selbst einkaufen und kochen wollen. Darüber hinaus wird das Haus Markus über die Stammeinrichtung grundversorgt. Das Betreuungskonzept sieht im Sinne des Integrations- und Normalisierungsgedankens die intensive Nutzung der Angebote und Strukturen des Gemeinwesens auch in der Gemeinde Nottuln vor wie z.B. dortiger Kultur- und Freizeitangebote, Musik-Gruppe, Massagekurs, Tanzkurs.


Haus Marina
In der Begleitung der Bewohner/Innen wird eine höchstmögliche Autonomie der Wohngruppe mit selbständiger Haushaltsführung angestrebt. Dazu gehören ein eigener Etat, selbstständiges Einkaufen, Kochen, Waschen etc.. Die Form der kleinen Wohngruppe, die gemischtgeschlechtliche Belegung und die Integration in die Nachbarschaft und das Leben der örtlichen Gemeinde fördern diese Ziele eines eigenständigen Lebens.
Die meisten BewohnerInnen des Hauses Marina hatten zuvor im Haus Markus gelebt, welches ca. 800 m entfernt liegt. Mit dem Umzug in das Haus Marina ist eine weitere Verselbständigung in vertrauter Umgebung möglich. Bestehende Kontakte konnten so gehalten und für einen weiteren Ausbau genutzt werden.
 
Die BewohnerInnen werden von einem Team von vier ausgebildeten Fachkräften (Sozialarbeiterin, Erzieherin, Heilerziehungspflegerin, Altenpfleger) in Voll- bzw. Teilzeitbeschäftigung begleitet. Nachts besteht eine Rufbereitschaft. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Haus Markus.
Die BewohnerInnen gehen in der Regel zu den Tilbecker Werkstätten zur Arbeit.
Kultur- und Freizeitangebote werden innerhalb der Gemeinde genutzt.


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