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"Neue" WENO geht in Betrieb

Mit der Einsegnung der Räume wurde am 2. Juli 2010 die "neue" WENO offiziell in Betrieb genommen. Am Standort Liebigstrasse steht jetzt ein umfassendes Angebot an Arbeiten und vor allem an Raum zur Verfügung. "Endlich gibt es genügend Platz zum Arbeiten", sagt Anja Maaß, Leitungsverantwortliche der WENO. 70 Personen arbeiten jetzt an der Liebigstrasse.

Die "alte" WENO wird ab sofort für das ZBQ genutzt. ZBQ steht für "Zentrum für berufliche Bildung und berufliche Qualifizierung". "Wir bündeln hier alle Maßnahmen der qualifizierenden beruflichen Bildung und der beruflichen Schulung", berichtet Stefan Rüter, Leiter der Tilbecker Werkstätten. Damit geht die Stift Tilbeck GmbH einen weiteren Schritt, geeigneten Personen den Weg in Richtung des allgemeinen Arbeitsmarktes zu öffnen.

 

 


Umbau der Tilbecker Werkstätten läuft

Seit dem 6.4.2010 ist der Umbau der Hauptwerkstatt im Gange. Das jetzt über 30 Jahre alte Gebäude wird grundsaniert. Insbesondere der Sanitärbereich wird komplett neu gestaltet. Das Ausbrechen der alten Einrichtung war eine grosse Herausforderung, denn neben Krach und Staub steht auch die Frage an: wo gibt es denn jetzt die Toiletten. Die Lösung für die Bauzeit: Eine Toilettenanlage, die neben der Werkstatt errichtet wurde. Zur Entlastung  der Arbeitsgruppen während der Bauzeit wurde zusätzlich ein Zelt aufgestellt, in dem derzeit drei Werkstattgruppen arbeiten. So halten sich die zusätzlichen Belastungen während der Bauzeit einigermassen in Grenzen. "Wir sind dankbar, dass die Belastungen gemeinsam ertragen werden", so Werkstattleiter Stefan Rüter. Der Bauzeitenplan sieht den Abschluss der Bauarbeiten für September 2010 vor.

Neubau eines Bereiches für schwerstmehrfachbehinderte Personen

Im Juni 2010 erfolgt der Erste Spatenstich für einen Werkstattneubau, in dem zukünftig Gruppen mit schwerstmehrfachbehinderten Werkstattbeschäftigten Arbeit und Beschäftigung finden werden. Das neue Gebäude wird sechs Gruppenräume anbieten. Jede Gruppe verfügt über einen grossen Arbeitsraum, einen Raum für Pausen und Erholung, einen eigenen Sanitärbereich sowie einen Raum für individuelle Ruhe und Entlastung. "Auch Menschen mit schwersten Behinderungen haben Anspruch auf Arbeit und Beschäftigung", benennt Werkstattleiter Stefan Rüter die Zielsetzung, " ihrem Bedürfnis nach Überschaubarkeit von Tätigkeit, nach Nähe zu anderen Menschen, nach Ruhe und Entlastung tragen wir mit diesem Raumkonzept in besonderem Maße Rechnung." Unmitelbar neben diesem Gebäude wird zusätzlich eine kleine Sporthalle entstehen. Hier werden für alle Werkstattbeschäftigten zukünftig Sport- und Bewegungsmöglichkeiten angeboten. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes ist für Mitte 2011 geplant.

 

 

 

Werkstatt von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Tilbecker Werkstätten getroffen. "Die Möglichkeiten, Arbeitsaufträge für die Werkstattbeschäftigten zu erhalten, sind deutlich zurückgegangen", berichtet der Leiter der Tilbecker  Werkstätten Stefan Rüter.Gemäß der gesetzlichen Vorgabe aus § 136 SGB IX haben die Werkstätten von Unternehmen des allgemeinen Wirtschaftsmarktes Aufträge zu übernehmen. Diese werden von den Werkstattbeschäftigten durchgeführt, wobei sie durch Fachpersonal angeleitet und unterstützt werden. Das durch diese Bearbeitung erwirtschaftete "Arbeitsergebnis" schütten die Werkstätten dann als Arbeitsentgelt an die Werkstattbeschäftigten aus. Im Jahre 2008 wurden insgesamt rund 700.000 € als Arbeitsentgelt an die Werkstattbeschäftigten ausbezahlt. "Diese Gesamtsumme werden wir auch in 2009 auszahlen", berichtet Stefan Rüter, "allerdings werden wir dazu auf Rücklage zurückgreifen müssen, da der aus den Aufträgen erwirtschaftete Ertrag in diesem schweren Wirtschaftsjahr 2009 leider nur einen geringeren Überschuss bildet".

Zum Teil haben die Firmen ihre an die Tilbecker Werkstätten vergebenen Aufträge in 2009 um 30% gegenüber 2008 gekürzt.

 

 

Umbau Haus Rochus abgeschlossen

Für die Tätigkeit und die arbeitsweltbezogene Beschäftigung schwerstbehinderter Menschen stehen jetzt im Haus Rochus neue Räumlichkeiten zur Verfügung. Vier Arbeitsgruppen mit je acht Personen können nach dem Umbau des Gebäudes hier tätig sein. Das Haus bietet neben den Arbeits- und Gruppenräumen auch Räumlichkeiten für Entspannung und für Beruhigung. Auch stehen jetzt angemessene Sanitärräume insbesondere für erforderliche pflegerische Maßnahmen zur Verfügung.

 

 

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